XpressNet Kabel

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Lenz und Roco benutzen beide Kabel vom Typ XpressNet. Lenz benutzt meist ein DIN Stecker und Roco wierum ein RJ12 Stecker (der Mini Telefon Stecker). Wenn man also einen Roco Handregler hat und den an einer Lenz Zentrale benutzen möchte, wird man die Kabel umlöten müssen.

Eine einfache Arbeit wenn man weis, was zu tun ist. Auch kann man auf diese Weise einen extra Anschluß für einen Handregler schnell her stellen, oder auch die Verlängerung eines XpressNet Kabels für die Modellbahn.

Zuerst ein paar Bilder, damit wir wissen, worüber wir reden. Erst ein Bild eines RJ12 Steckers.  Bekannt? Stimmt, die gleichen Stecker, die man vom Telefon her kennt und auch so komplett im Baumarkt kaufen kann, Aber……..die muss man noch etwas anpassen, dazu später mehr.

Dann ein Bild eines 5-poligen DIN Steckers. Früher oft bei Audio-Apparaturen benutzt, jetzt sieht man die nicht mehr so oft:

Das Lenz/Roco System benutzt Aktiv nur 4 der 6 Drähte:

- L: +12 Volt
- M:-12 Volt
- A: RS485 A (Data)
- B: RS485 B (Data)

Wenn man also die RJ12 Stecker benutzt (wo 6 Drähte rein passen) kann man für Lenz die äusseren 2 Anschlüsse ruhig ausser acht lassen. Man kann sie auch sitzen lassen, denn eine Funktion haben sie nicht. Tip: Wenn es geht, benutzte doch alle 6 Drähte. Der Standard für XpressnNET ist 6 Drähte und vielleicht wird man in der Zukunft ein anderes XpressNET System benutzen? Dan hat man schon die richtige Kabel hergestellt.

Pass Auf: Die Standard Telefonkabel mit RJ12-Stecker sind meist Kreuzkabel. Das bedeutet, das Anschluß 1 an der einen Seite des Kabels auf Anschluß 6 des anderen Steckers ist. Alles ist verdreht und das darf bei XpressNET-Kabel nicht sein.

Ein Kabel für dein XpressNET System darf NIE gedreht sein. PIN 1 an der einen Seite des Kabels soll also auch auf PIN 1 an der anderen Seite angeschlossen sein, PIN 2 auf PIN 2 usw usw usw… Wenn man also ein Telefonkabel kauft, sollte man also auf einer Seite den Stecker abschneiden und einen neuen montieren, der die Farben auf den gleichen Pins hat wie auf der anderen Seite, also NICHT verdreht! Wieso ist dies so wichtig, das richtig zu machen? Auf PIN L und M steht 12 V Gleichstrom. Wenn man das verdreht , sprengt man sich seinen Handregler……die 2 Stecker an einem Kabel müssen also zu einander um 180 Grad gedreht werden.

Das Schema des RJ12 Steckers sollte also an beiden (!!!!)  Seiten so aussehen:

 

  • 1 Frei
  • 2 M: -12Volt
  • 3 B: RS485 (data)
  • 4 A: RS485 (data)
  • 5 L; +12Volt
  • 6 Frei

Von den Farben her macht es bei den Kabel nicht so viel aus, welche man wo snschließt, aber der offiziele Standard (laut Lenz) ist:

  • Pin 1: Weiss (frei)
  • Pin 2: Schwarz (M)
  • Pin 3: Rot (B)
  • Pin 4: Grün (A)
  • Pin 5: Gelb (L)
  • Pin 6: Blau (frei)

Bei den DIN Stecker ist der Anschluß natürlich wieder anders. An einem DIN Stecker sind 5 (oder 6 wenn man die Masse mit zählt) Anschlüße, von denen auch wieder nur 4 für ein Lenz System benutz werden. Den Rest sollte man also frei lassen. Das Steckerteil eines 5 Poligen DIN Anschluß von der Lötseite her gesehen sollte also so aussehen und NICHT wie in der Offiziellen (englischsprachigen) Lenz Beschreibung steht. Die Deutsche stimmt, mit der Englischen kann man den Handregler perfekt schrotten!!

Von den Farben her macht es bei den Kabel nicht viel wie man die anschliesst, aber der offizielle Standard (laut Lenz) ist:

  • Schwarz (M)
  • Rot (B)
  • Grün (A)
  • Gelb (L)

Jetzt, da man weiß, wie ein Kabel zu bauen ist, ist das Bauen eines extra Anschlußes für einen Handregler an der Modellbahn mit einer Kupplung doch ganz einfach. Das einfachste ist dafür die 5 Polige DIN Stecker zu benutzen. Diese sind einfacher für diesen Zweck weil sie kein Clip haben um dass Kabel fest zu halten wie die RJ12 Stecker. Hier unten noch ein Bild einer 5-poligen-DIN-Kupplung:

Die Kupplung eines 5 Poligen DIN Anschlußes sollte von der Lötseite her gesehen also so aussehen und NICHT wie das Englische Offizielle Lenzhandbuch sagt. Das Deutsche stimmt, mit dem Englischen kann man seinen Handregler perfekt schrotten!!

Von den Farben her macht es bei den Kabeln nichts, wie man die anschliesst, aber der offizielle Standard (laut Lenz) ist:

  • Schwarz (M)
  • Rot (B)
  • Grün (A)
  • Gelb (L)

Man kann durch diese Anschlüße soviele Handregler  anschließen wie man möchte. Die maximale Kabellänge, die man ingesamt benutzen darf, ist 100 Meter und die L und M / A und B müssen verdrillt werden, um Störungen zu vermeiden. Auch dürfen sie nicht in den gleichen Kabelkanälen liegen, in dem auch die Kabel für die Fahrstromversorgung o.ä. liegen. Man sollte Sie also komplett getrennt unter der Anlage montieren. Die Anschlüße sollten auch hinter einander angeordnet sein wie hier unten angegeben ist:

Abzweige kann man überall machen, aber………..NIE in einen Kreis wie hier Untern gezeigt:

Der letzte Anschluß in der Reihe sollte auch noch einen Wiederstand erhalten, Größe: 120 Ohm, Sitz: zwischen den Anschlüßen A und B:

Noch ein paar Tips zur eventuelle Fehlersuche die man irgendwo gemacht hat:

  • Wenn das Display des Handreglers nicht angeht, hat man meistens die Anschlüße L und M verwechselt.
  • Wenn das Display angeht, aber man hat andere Probleme wie z.b. keine Eingabemöglicht o.ä., dann sind entweder die Anschlüße A und B vertauscht oder einer der beide Drähte nicht angeschlossen.
  • Zum Testen ist es besser, einen echten Lenz Regler zu benutzen statt ein Roco. Der Lenz-Regler hat hier schon so viel unmäßigen Gebrauch überlebt (also auch das umdrehen von L und M Anschlüße………) und ein Roco geht wirklich kaputt.
  • Obwohl Roco und Lenz nur 4 Drähte benutzen, ist es besser doch alle 6 an zu schließen. Schaden kann es nicht und in der Zukunft könnte es sein das sie z.B.: bei einem Systemwechsel dann fehlen, wenn man eins erwischt,  bei dem doch alle 6 notwendig sind…….
  • Zum Abschluss noch: Diese „Anleitung“ beruht auf meinen gemachten Erfahrungen. Ich übernehme keine Garantien, das es wirklich genau so funktioniert. Nachmachen auf eigene Gefahr!!!