Modellbahnmaßstäbe

Maßstab H0, TT, N und Z. Die Modellbahnmaßstäbe in einer Reihe.

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Wenn man gerade anfängt mit dem Hobby „Modellbahn“, hat man die Qual der Wahl: In welchem Maßstab soll ich bauen. Maßstab? Eine kurze Erklärung über die Unterschiede.

Was ist Maßstab?

Das Wörterbuch gibt folgende Umschreibungen:

- Ein Miniaturmodell ist eine Nachbildung eines reellen Objekts, bzw. der Realität angelehnten Objekts in verkleinertem Maßstab

- Der Abbildungsmaßstab (Formelzeichen ß) ist definiert als das Verhältnis zwischen der Größe der optischen Abbildung (B, Bild) eines Gegenstandes und dessen realer Größe (G, Gegenstand) ( ß = B / G).

Jetzt in normalem Deutsch: Der Maßstab ist einfach das Verhältnis zwischen der abgebildeten Größe und der entsprechenden Größe in der Wirklichkeit. Maßstäbe werden durch einen Buchstaben oder eine Zahl spezifiziert.

Die vier Maßstäbe, die man bei einer Modellbahn am meisten sieht, sind H0, TT, N und Z

H0 (1:87) – Viele Modelle, viel Ausstattung und Zubehör vorhanden für Modellbahner in H0 (Halb 0) Dies kann ein Grund sein, warum viele Leute sich für diesen Maßstab entscheiden, aber das ist die Ei/Huhn Frage.

TT (1:120) – Dieser Maßstab ist wieder im kommen nach einigen Jahren verhältnismäßiger Ruhe. Ein Maßstab, wo die Detaillierung sehr gut ist und die Oberfläche, die man braucht, optimal benutzt werden kann. Die Zukunft wird zeigen, ob dieser Maßstab wieder eine Rolle in der Modellbahnwelt spielen wird, also noch abwarten….

N (1:160) – Der zweit beliebteste  Maßstab nach H0 ist N. Der ist sehr beliebt, weil es einfacher ist, mehr Gleise auf (den meist) beschränkten Raum zu bekommen. M. E. DIE Wahl wenn man einen größeren Bahnhof o. ä. gut nachbilden möchte. Ist gut standarisiert und es steht viel Material zur Verfügung. Mehr über die Wahl zwischen H0 und N gibt es hier zu lesen. (klick)

Z (1:220) – Noch mehr Gleise auf einem beschränkten Raum platzieren? Dann ist Spur Z noch eine weitere Möglichkeit. Der Z-Markt wird Hauptsächlich von Märklin bedient, wodurch die Unterschiedlichkeit der Materialien nicht Optimal ist.

Aber da ist mehr! Vor allem wenn man selber bauen oder (zum Beispiel) die Züge draußen benutzen möchte (sogenannte „Gartenbahn“), stehen noch viel mehr (und manchmal sehr interessante) Maßstäbe zur Verfügung. Schau mal in die NEM (Normen Europäischer Modellbahnen) 010 (http://www.morop.org/de/normes/index.html) für eine Liste der gängigsten Maßstäbe und mehr Informationen.

Tipps zur Wahl des Maßstabs für die Anlage die man sich zulegen möchte:

- Messe erst den verfügbaren Raum für die Modellbahn. Denke auch an die Zukunft (umziehen o. ä ...)
- Gehe in ein Fachgeschäft und schaue dir die unterschiedlichen Maßstäbe an. Messe z. B.: Mal eine Weiche in H0, N und Z und bedenke dann, was das auf deiner Anlage für eine Auswirkung haben würde.
- Bedenke, wie viele Details man darstellen möchte wenn der Platz kein Problem ist. In einen größeren Maßstab kann man mehr Details darstellen, aber man braucht dann auch gleich wieder mehr Platz.
- Zeichne erst deine Anlage im Plan BEVOR man auch nur 1 Gleis kauft. Man kann dann ganz schnell sehen, ob die theoretische Ideen auch in der Praxis funktionieren.
- Schaue vor dem Kaufen erst mal das Angebot in Materialien im Internet an. In Z eine Anlage nach Indischem Vorbild  nachbauen könnte schwer werden. Deutsches Material ist dagegen wieder reichlich zu bekommen.
- Größer ist nicht unbedingt besser, kleiner nicht schlechter. Schaue dir ALLES mal GUT an bevor du eine Wahl triffst.
- Arbeiten in einen einem größeren Maßstab bringt mehr Details, aber in einem kleineren Maßstab kann man wieder größeren Szenen bauen.
- Umrechnen der Wirklichkeit nach Maßstabsgröße geht ganz einfach: Im Internet gibt es eine große Anzahl vom Modellrechner. Als Beispiel sei hier mal: http://www.modellbahnsoftware.de/Sonst/modellbahnrechner.htm gennant.