Schotter sorten

Schotter: Sorten und Schwerpunkte

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Fast jeder Modellbahner wird mal damit arbeiten: Schotter. Aber welche Sorten (billigen) Schotter gibt es und worauf sollte man während des Kaufs achten?

Dieser Beitrag handelt von den verfügbaren Schottersorten und nicht über die Verarbeitung davon! Für die Verarbeitung verweisen wir auf:

-Schottern mit Weißleim
-Schnell Schottern mit Farbe

Auch wenn das Gleis „ab Werk“ schon ein Schotterbett hat, ist es optisch doch schöner, neben dem Gleis einen schmalen Streifen mit Schotter zu versehen, oder zwischen den Schienen alles zu Schottern.

 

Allgemein:

-Wähle eine Schottersorte, die etwas zu fein ist als eine Sorte, die zu grob ist. Im Allgemeinen gilt, dass die meisten Sorten zu grob sind.
-Mache dir keine Sorgen um die Farbe. Schau dich mal an!!! einem richtigen Gleis um und betrachte da die verschiedene Farben. Von fast schwarz, dunkelbraun, rostrot, hellbraun, dunkelgrau, hellgrau bis fast weiß. Alles ist in Wirklichkeit auch zu finden, also wähle eine Farbe die man persönlich schön findet. Es gibt einfach nicht die richtige Farbe. (Punkt)

Im Modellbauladen gibt es genügend Sorten, die sich prima bewähren. Aber auch da gibt es ein paar Punkte, auf die man achten sollte:

-Kaufe nur Schotter, der aus echten Steinen hergestellt wurde und nicht aus Plastikstücken, welche „Kies“ nachbilden. Während des Schotterns haben die Plastikteile die Tendenz zu treiben. Und damit muss man dann leben.
-Achte drauf, das der Schotter, den man kauft, Farbecht ist. Während des Schotterns benutzt man Wasser, Weißleim und andere Lösungsmittel, die (wenn der Schotter gefärbt ist….) die Farben auslaufen lassen! Und das wollen wir doch nicht, oder???

Die bekannten Marken und Sorten sind zum Beispiel Jeweha, Heki und Woodland, wobei vor allem die Woodland-Variante m. E. eine gute Wahl ist.

 

Billiger? Das geht Prima … aber: Schotter ist im Verhältnis zur gesamten Modellbahn billig, also sparen ist gut, aber denke mal darüber nach, ob es im Endeffekt Sinn macht.

Alternativen gibt es im Überschuss, aber auch da gelten die Punkte, die oben beschrieben sind, mit einem zusätzlichen Punkt:
-Manche Sorten Sand enthalten Eisen! Wenn man die Gleise damit schottert, kann man ungewollt einen Kurzschluss zwischen den Schienen verursachen und dann suche mal den Fehler… Nehme deshalb immer einen Magneten mit ins Geschäft, wenn man eine neue Sorte kauft (man kennt den Fahrraddynamo noch aus der Jugendzeit, den man auseinander nehmen konnte, um den Magneten raus zu holen?) und halte diesen an die Gläser mit Sand. Wenn der Magnet den „Schotter-Sand“ anzieht, dann ist Eisen drin und man muss weiter suchen.

Ikea hat Dekosand für Kerzen, der Florera heißt, im Sortiment. Dieser ist in der „grünen“ (Pflanzen) Abteilung zu finden und vor allem die Graue und Braune Variante sind sehr gut für unsere Zwecke einsetzbar. Zu dem Zeitpunkt, als dieser Beitrag geschrieben wurde, lag der Preis bei etwa 1,50 Euro. Von der Körnung her ist der Sand für Spur N genau richtig, für H0 vielleicht etwas zu fein, aber ich selbst finde ihn für H0 auch prima. Wirklich zu empfehlen!

 

Xenos hat auch Kerzensand (für diejenige die an der holländische Grenze wohnen). Der Preis lag zu dem Zeitpunkt, als der Beitrag geschrieben wurde, bei EINEM Euro pro Glas. Xenos-Sand hat eine braune Farbe, die sich als Sand im Besandungsturm o. ä. sehr gut macht. Einen grauen Farbton haben die auch, und der hat fast die gleich Farbe wie die Bettung des Fleischmann Profigleises. (Wenn man die Gleise altert, fällt der farblich Unterschied kaum auf …)

Tierfachgeschäfte haben ganz feinen Aquariumsand als Alternative. Vor allem in H0 und größer haben die einiges, was interessant ist, aber meist etwas zu grob. Die meisten Sorten sind aber echter Sand und daher Farbecht.

Katzenstreu: Nicht tun!!! Obwohl früher viel benutzt, ist dies m. E. kein gutes Produkt. Katzenstreu wird hergestellt, um schnell Feuchtigkeit auf zu nehmen! Und womit schottert man?  Genau!!! Während der Verarbeitung wird dies dann schnell zu einer grauen Masse, mit der man nichts mehr machen kann. Des Weiteren ist es auch noch zu staubig, um anständig damit arbeiten zu können. Ich würde davon abraten.

Und dann gibt es natürlich noch allerhand Sorten Sand und Kies, die man im Garten, Baumarkt und entlang der Straße finden kann. Alle sind im Prinzip nutzbar, wenn man obenstehende Punkte und (schon wieder) EINEN zusätzlichen Punkt beachtet: Trockne diese Sachen GUT!! vor der Verarbeitung, damit es sich später einfach zwischen die Schienen und Schwellen streuen lässt. Sonst ist dieser Sand prima zu gebrauchen, und er ist immer (klar, es wird wohl wieder eine Ausnahme geben, die ich noch nicht gesehen habe) Farbecht.

Siehe auch:

-Schottern mit Weißleim
-Schnell Schottern mit Farbe